07. Dezember 2021

Gewonnen: Deutscher Logistikpreis 2021

(Linz, 21. Oktober 2021) LogServ und CargoServ, die beiden Tochtergesellschaften der Steel Division der voestalpine AG, freuen sich gemeinsam mit DB Cargo über den Deutschen Logistikpreis 2021 für den „Bayern-Shuttle, der erstmals an ein Bahnunternehmen vergeben wurde. Der Preis wurde gestern Abend in feierlichem Rahmen beim Deutschen Logistik-Kongress in Berlin überreicht.

Mehr als eine halbe Million Tonnen Stahl sowie Schrott bewegt CargoServ als Traktionspartner auf dem österreichischen Streckennetz gemeinsam mit DB Cargo jährlich auf der Schiene zwischen Linz und Bayern. Die großen Autohersteller der Region und ihre Zulieferbetriebe werden damit nachhaltig und pünktlich beliefert – genauso wie der Linzer Produktionsstandort der voestalpine auf dem Rückweg. „Gemeinsam mit unseren wichtigen Bahn-Partnern entwickeln wir unsere Transportketten kontinuierlich weiter. „Dass der gemeinsam mit DB Cargo entwickelte Bayern-Shuttle von der Jury zum Gewinner des Deutschen Logistikpreises 2021 gekürt wurde, erfüllt uns mit großem Stolz“, freut sich Markus Schinko, Geschäftsführer von LogServ und CargoServ. „Mit klimafreundlichem und nachhaltigem Schienengüterverkehr erreichen wir mit Konzepten wie diesem eine hohe Transportqualität bei der Belieferung wichtiger Premiumautomobilkunden unseres Mutterkonzerns voestalpine in Bayern.“ 

Innovativer und klimafreundlicher Logistikkreislauf zwischen Linz und Bayern

Der Bayern-Shuttle kombiniert die Schnelligkeit von Ganzzügen mit der Flexibilität von Einzelwagen. In einem werktäglichen Umlauf werden die Stahl-Sendungen von voestalpine für drei Premiumhersteller aus der bayrischen Automobilindustrie kombiniert. Der Clou: An den drei Automobilproduktionsstandorten wird außerdem jeweils hochwertiger Stahlschrott aufgenommen, der auf dem Rückweg im Nachtsprung zurück ins Stahlwerk von voestalpine in Linz transportiert wird. Das spart nicht nur die Emissionen des Leerlaufs, sondern ermöglicht durch die geschickte Kombination von Stahlversorgung und Schrottentsorgung die tägliche Lieferung und Abholung an allen Orten – ein umweltfreundlicher Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.

Außerdem setzt der „Bayern-Shuttle“ auf der gesamten Strecke auf Ökostrom ohne C02-Emission und ist stets voll ausgelastet. Selbst CO2-Emissionen, die beispielsweise durch den Nachlauf per LKW entstehen, werden durch den Einkauf von zusätzlichem „grünem“ Strom für das Bahnnetz kompensiert. In Summe werden so im Vergleich zum LKW rund 7.500 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.

Komplexe Choreografie im Milkrun-Konzept

Die Transporte zu den Automobilwerken müssen schnell und flexibel zugleich sein, weil voestalpine auch kurzfristige Abrufe von Produzenten an verschiedenen Orten im Nachtsprung erfüllen möchte. Gleichzeitig muss der Schrott in der Gegenrichtung extrem zuverlässig laufen. Das Stahlwerk benötigt nämlich konstanten Nachschub an Erz, Koks und Schrott. „Um das Konzept erfolgreich umzusetzen, ist täglich eine komplexe Choreografie unter den beteiligten Partnern DB, LogServ, CargoServ erforderlich“, berichtet LogServ Geschäftsführer Christian Janecek. „Hier müssen alle Zahnräder ineinandergreifen, damit die Ver- und Entsorgung wie ein Uhrwerk läuft. Nur so können wir für die voestalpine Stahl GmbH jeden Tag im Nachtsprung die Kunden mit Stahl und das Werk mit Schrott versorgen.“ 

Der Shuttle funktioniert nach einem erweiterten Milkrun-Konzept: So können in dem Shuttle aus Linz täglich flexibel Stahlmengen für drei verschiedene Empfangsorte versendet werden und die Transporte werden zusätzlich mit Schrott aus drei Versandorten kombiniert. DB Cargo und CargoServ bringen diese dann pünktlich zu den jeweiligen Standorten. Der Vorteil dieses Ansatzes: Zum einen werden verschiedene Empfänger der Automobilindustrie bedarfsgerecht und nach einem festen Takt der Reihe nach bedient. Das sorgt für eine hohe Zuverlässigkeit in den Lieferketten.  Zum anderen werden im Zulauf des Schrotts verschiedene Lieferanten nacheinander abgefahren. Das Schrottaufkommen hängt wiederrum von dem jeweiligen Produktionsaufkommen des Automobilherstellers ab. Damit das gelingt, ist ein komplexes Kapazitätsmanagement des Shuttles erforderlich. Dies setzen DB Cargo, LogServ, CargoServ sowie die für den Rohstoffeinkauf zuständige voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH in der täglichen Zusammenarbeit nach fest definierten Prinzipien erfolgreich um.

 

LogServ – Das Unternehmen

Die Logistik Service GmbH (LogServ) wurde am 01.04.2001 als 100 %-Tochter der

voestalpine Stahl GmbH gegründet. LogServ ist Full-Service-Anbieter für industrielle Logistik und spricht mit ihren Dienstleistungen die heimische Großindustrie an. Die Kunden der LogServ sind vor allem in der Metallerzeugung und -verarbeitung, in der Baustoff- und Prozessindustrie, im Maschinen- und Anlagenbau und auch in der Automobil- und -zulieferindustrie zu Hause. Auf dem Eisenbahnsektor werden Betreiber von Werks- und Anschlussbahnen, private Eisenbahnverkehrsunternehmen und Privatgüterwagenvermieter betreut.

Am voestalpine Standort in Linz betreibt die LogServ Österreichs größte Anschlussbahn sowie einen eigenen Donauhafen mit leistungsfähigen Umschlaganlagen.

Die LogServ-Tochter Cargo Service GmbH (CargoServ) bietet als privates Eisenbahnverkehrsunternehmen alternative Eisenbahnkonzepte für Ganzzugs-Gütertransporte auf dem öffentlichen Schienennetz an. 

 

Hintergrund zum Deutschen Logistik-Preis (www.bvl.de)

Mit dem Deutschen Logistik-Preis zeichnet die BVL in der Praxis realisierte Logistik-Konzepte aus, die von Unternehmen aus Industrie, Handel und dem Dienstleistungssektor eingereicht werden können. Im Zentrum steht die Frage: Ist Ihre Logistik innovativ? In den von der Jury zu beurteilenden Unterlagen müssen die Entwicklung der Konzeption, die Implementierung und die Ergebnisse dargestellt werden. Der Praxisbezug ist entscheidend. Der Preis wird seit 1984 von der Bundesvereinigung Logistik vergeben. Die Preisträger der letzten fünf Jahre sind: 

  • dm drogerie-markt (2020) 
  • BMW Group (2019) 
  • Kommunikation Sachsen AG – KOMSA gemeinsam mit der LogistikPlan GmbH (2018) 
  • Bosch (2017) 
  • AGCO gemeinsam mit dem Kooperationspartner 4flow (2016) 

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Rückfragehinweis LogServ & CargoServ:

Mag. Nina Panholzer 

Unternehmenskommunikation

Telefon: +43 664 6159522

Nina.panholzer@logserv.at

www.logserv.at, www.cargoserv.at